Ruderclub Germania von 1929 e.V.

Weser? Können wir!

19.06.2026

Wenn elf tapfere Ruderinnen und Ruderer des Ruderclub Germania Dortmund sich im Juni 2026 aufmachen, um 115 Weser-Kilometer in der Schwarzen Katz und dem Bommi bis nach Hameln zu bezwingen, dann weiß man: Das wird keine normale Rudertour, sondern ein Highlight im Vereinsleben.

Donnerstag und Freitag ruderten acht Germaninnen und Germanen – Philip, Diana, Kerstin, Esther, Olli, Kerstin, Dirk und Markus – im Zweier und Vierer. Am Samstag wurden sie von Lena, Katharina und Zana ergänzt, sodass der Doppelzweier abgetrimmt und Dr. Bärwald aufgetrimmt wurde. Marcus und Esther übernahmen den Landdienst. Super – besonders, da Esther mit viel Mühe doch noch einen Tisch bei einem perfekten Italiener reservieren konnte.

Das Hotel in Höxter lag perfekt in der Mitte der Strecke. Komfortabel, freundlich und vor allem: trocken. Ein entscheidender Vorteil, denn das Wetter zeigte sich an den drei Tagen nicht gerade freundlich – kräftige Schauer, reichlich Nieselregen und ein starker Wind, der meinte, er müsse uns erziehen. Doch dank starker Strömung und noch stärkerem Teamgeist wurde auch das souverän gemeistert.

Der einzige Bootsschaden: ein gebrochener, betagter Rollsitz, der dafür mit einem überraschend edlen Zedernholzduft glänzte. Man munkelt, einige hätten kurz überlegt, ihn als Duftspender mit nach Hause zu nehmen.

Die Mittagspausen waren kleine Ruhepole auf den Etappen: Kaffee, Eis, Snacks oder Bier – gute Gespräche und alles, was hilft, den Alltag weit hinter sich zu lassen. Abends gab es zweimal gutbürgerliches und zweimal italienisches Essen, die das kulinarische i-Tüpfelchen der Tour bildeten.

Das Kulturprogramm fiel dagegen etwas knapp aus – bei Regen, Wind und Kälte waren ein warmer Platz im Restaurant und das Hotel oft die attraktivsten Sehenswürdigkeiten. Kerstin rettete noch unsere Ehre und besuchte vor der Rückfahrt das Schloss Corvey.

Ein großes Dankeschön geht an Markus, unseren perfekten Fahrtenleiter, und an Olli, den unerschütterlichen Bootsanhänger-Piloten.

Schon jetzt schwirren Ideen für die nächste Wanderfahrt durch den Raum: Ems, Holland, Rheinsberg, Berlin, Hamburg und viele weitere Ziele. Da einigen die Logistik zwischen Start- und Zielpunkten etwas lästig war, spricht vieles für eine Sternfahrt 2027 – weniger Fahrerei, mehr Zeit für Kultur, mehr Spaß.

Alle freuen sich schon jetzt auf die nächste Tour. (Dirk Fülling/Fotos: RCG)

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